Richtig vorbereiten auf die Frankfurter Buchmesse

Die größte Büchermesse der Welt, die in diesem Jahr vom 19. bis 23. Oktober stattfindet, präsentiert sich bunt, groß und vielfältig: Längst geht es nicht mehr nur um das Kerngeschäft „Printbücher“. Besucher finden in den Frankfurter Messehallen alles zu E-Books, Illustrationen oder innovativen Startup-Geschäftsideen. Doch wie bereitet man sich als Freelancer am besten auf die Frankfurter Buchmesse vor, um nicht den Überblick zu verlieren?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin zum ersten Mal beim größten Bücher-Event der Welt mit dabei. Nicht als Ausstellerin oder Autorin, sondern als Fachbesucherin der Frankfurter Buchmesse. Zwar habe ich bereits mehrere Bücher, vor allem Reiseführer, veröffentlicht und pflege seit Jahren einen guten Draht zu einigen Verlagen – sogar die Berufsbezeichnung „Autorin“ taucht in meinen virtuellen Profilen auf. Dennoch habe ich es noch nie nach Frankfurt geschafft. Das ist in meiner Branche vermutlich vergleichbar mit einem Eisbären, der am Äquator lebt…

Ich picke mir, zugegebenermaßen erst wenige Tage vorher, einen Fachbesuchertag heraus und mache mich auf die virtuelle Suche nach Veranstaltungen für Selfpublisher, Übersetzer, Journalisten oder einfach Osteuropa-Fans – also nach allem, was mich in erster Linie beruflich interessiert und wovon ich mir neuen Input für meine Freelancer-Tätigkeiten verspreche.

Das virtuelle Angebot auf der Webseite der Frankfurter Buchmesse (www.buchmesse.de) ist vielfältig: Bei Show-Kochveranstaltungen werden Smoothies verkostet, zum kollektiven Social Reading („gemeinsam statt einsam“) wird geladen und am Ende downloade ich aus Versehen die komplette Veranstaltungsliste für diesen Tag herunter: 98 Seiten oder 760 Veranstaltungen werden mir im pdf-Format angezeigt. Ich bin überfordert.

Bevor ich mich in den virtuellen Weiten der Buchmesse verliere, beschließe ich, den umgekehrten Weg zu gehen: Ich recherchiere zunächst im Netz, wie man sich auf einen Besuch auf der Frankfurter Buchmesse idealerweise vorbereiten sollte.

Meine Erkenntnisse habe ich hier zusammengetragen – und prompt ist meine 98-Seiten-Liste auf nur 3 Seiten geschrumpft. Ob Sie nun als Freelancer ein Fachbuch veröffentlichen möchten, ein Sachbuch über Ihre Lieblingssportart oder eine andere Publikation – holen Sie sich neuen Input aus der Branche!

Die 5 besten Tipps zur Vorbereitung auf die Frankfurter Buchmesse:

1. Tipp: Den Tagesablauf auf der Buchmesse planen

Einfach nur vorbeigehen und ein wenig herumbummeln? Das kann man machen – wenn man nicht auf der Suche nach geschäftlichen Kontakten ist. Ich beschließe, mich zunächst auf die Selfpublisher-Sparte zu konzentrieren. Das Suchwort ist auf der Website der Buchmesse schnell eingegeben und die Ergebnisse werden gespeichert – allerdings sind diese nur nach Registrierung dauerhaft abrufbar. Ein gut gemachter Flyer informiert Selfpublisher vorab, was es beim Messebesuch zu beachten gibt: http://buchmesse.de/images/fbm/dokumente-ua-pdfs/2016/autorengrafik_de_2016_58262.pdf

2. Tipp: Wie Sie den Überblick auf der Buchmesse behalten

Klicken Sie sich doch einmal auf der Webseite der Frankfurter Buchmesse durch – das Angebot ist immens. Wenn Sie erst vor Ort planen, könnten Sie sich im Dickicht der Hallen und Tausender Aussteller einfach verirren – und hätten am Ende des Tages vielleicht gar nicht das gesehen, was Sie eigentlich interessiert. Schauen Sie sich die Hallenpläne an und legen Sie Schwerpunkte, denn alles dürften Sie kaum schaffen.

3. Tipp: Sollte man das eigene Manuskript mitnehmen?

Der Selfpublisher-Flyer der Buchmesse http://buchmesse.de/images/fbm/dokumente-ua-pdfs/2016/autorengrafik_de_2016_58262.pdf beantwortet diese Frage mit einem klaren „Nein“. Denn Ihr Buch ist immer nur eines von 300.000. Kein Lektor hat Lust, am Abend mehrere hundert Seiten mit sich herumzutragen – und noch weniger, diese zu lesen.

4. Tipp: Brauche ich Visitenkarten auf der Frankfurter Buchmesse?

Ein klares „Ja“. Selbst im Zeitalter von sekundenschnellem Hinzufügen von „Freunden“ und „Kontakten“ zu WhatsApp und Co. sollte man immer einen Stapel eigener, seriöser Visitenkarten dabeihaben. Ich bin mittlerweile zu zwei Visitenkarten übergegangen, je nach Ansprechpartner: Will ich einen Übersetzerauftrag, etwa von einem kroatischen Verlag, an Land ziehen, habe ich meine Visitenkarte mit der Berufsbezeichnung „Übersetzerin“ zur Hand. Will ich hingegen ein neues Buch schreiben, bekommt mein Gesprächspartner eine Visitenkarte, die mich als „Journalistin“ ausweist.

5. Frage: Werde ich dort potenzielle Auftraggeber treffen?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Viele Lektoren, Chefredakteure und Marketingexperten haben die knappe Zeit auf der Frankfurter Buchmesse schon Monate im Voraus verplant und entsprechende Termine vereinbart. Das sollte Sie natürlich nicht davon abhalten, Ihren Lieblingsstand dort einmal zu besuchen, frei nach dem Motto: „Man weiß nie, wen man trifft“. Und letztlich: Netzwerken ist alles. Vielleicht treffen Sie einen netten Kollegen oder Illustrator für Ihr geplantes Buch, der gerade auch vor Ort ist?

Haben auch Sie als Freelancer Erfahrungen auf der Frankfurter Buchmesse gesammelt? Dann lassen Sie es uns doch netterweise wissen oder diskutieren Sie mit!

 

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