Weihnachtsgeschenke für Geschäftskunden

Ein guter Tropfen Wein, Lebkuchen oder ein paar Schokoladengrüße gelten als Klassiker unter den Weihnachtsgeschenken für Geschäftskunden. Allzu großzügig sollten Sie bei der Wahl Ihrer Unternehmenspräsente jedoch nicht sein, falls Sie diese als Freelancer steuerlich absetzen möchten. Was Sie beim Kauf geschäftlicher Weihnachtsgeschenke unbedingt beachten sollten.

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Eine Sechserkiste französischer Barriqueweine, in Eichenfässern gereift – darüber freuen sich Ihre Stammkunden sicherlich, keine Frage. Schon für einige Dutzend Euro gibt es das Paket beim Weinhändler zu erstehen, eine nette Karte mit den besten Weihnachtsgrüßen lässt sich einfach hinzufügen und schon ist das perfekte Instrument zur Kundenbindung fertig! Doch stopp, so einfach geht es nun auch wieder nicht, denn die gut gemeinte Weinkiste hat für Freelancer einen kleinen Haken: Sie ist – zumindest aus Sicht des Fiskus – schlichtweg zu teuer, um sie als Betriebsausgabe gewinnmindernd anzusetzen. Es sei denn, Sie haben einen Schnäppchen-Verkäufer aufgetan, der Ihnen die Kiste für unter 35 Euro liefert.

Denn genau hier ist Schluss. 35 Euro können Selbständige pro Empfänger und Kalenderjahr als Betriebsausgabe geltend machen. Diese Freigrenze umfasst bereits die Umsatzsteuer, sofern der Beschenkte nicht vorsteuerabzugsberechtigt ist (z.B. bestimmte Kultureinrichtungen). Sollten Sie die Rotweinkiste für 34,99 Euro netto erworben haben, können Sie diese bedenkenlos Ihrem ebenfalls selbständigen Geschäftspartner schicken und sich damit für die gute Zusammenarbeit bedanken. Normale Verpackungs- und Versandkosten kommen extra hinzu. Falls Sie jedoch bereits einen Schoko-Osterhasen an den gleichen Empfänger gesendet haben, muss diese Aufmerksamkeit abgezogen werden – denn die Freigrenze von 35 Euro (§ 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG) gilt pro Kalenderjahr, nicht pro Schenkungsanlass!

Als Geschenk können Sie übrigens auch Dienstleistungen oder Geldgeschenke für Ihre Geschäftspartner ansetzen! Bei Geschenken, die ausschließlich beruflich und nicht privat genutzt werden können, findet die 35-Euro-Freigrenze hingegen keine Anwendung – darunter fallen beispielsweise bestimmte spezifische Arbeitsgeräte, gängige Weihnachtsgeschenke wie Rotwein und Pralinen jedoch sicherlich nicht!

Falls Sie keinen Steuerberater haben und Ihren Jahresabschluss selbst machen: Achten Sie unbedingt darauf, ein eigenes Aufwandskonto für „Geschenke“ einzurichten. Dabei müssen die Empfänger namentlich aufgelistet werden, möglichst zeitnah.

Sollten Sie hingegen nur kleine Taschenkalender oder Feuerzeuge mit Ihrem Firmenlogo verschenken, müssen Sie die Namen der Beschenkten selbstverständlich nicht einzeln aufführen – denn hier geht das Finanzamt davon aus, dass der Wert des Geschenks unter 35 Euro liegt. Solche Präsente mit einem Wert von unter 10 Euro gelten als Streuwerbeartikel und sind steuerlich anders zu behandeln.

Kurzum: Kostet Sie die Rotweinkiste für Ihren (ebenfalls vorsteuerabzugsberechtigten!) Auftraggeber nicht mehr als 35 Euro netto plus normaler Verpackung und Versand, dürfen Sie diesen Posten in voller Höhe als Betriebsausgabe ansetzen. Kostet das Präsent hingegen 36 Euro darf es überhaupt nicht als Geschenk in Ihrer Betriebsabrechnung auftauchen, schreibt der Fiskus vor!

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Weihnachtsgeschenke für die Arbeitnehmer – was gilt es steuerlich zu beachten? – Assistenz-Wissen.de - 4 years ago

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Weihnachtsgeschenke für die Arbeitnehmer – was gilt es steuerlich zu beachten? – Personal-Wissen.de - 4 years ago

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