Gemeinsam statt einsam: Die Bürogemeinschaft

Eine Bürogemeinschaft könnte, trotz anfallender Kosten für Miete, Reinigung und Anreise, eine mögliche Alternative zum eigenen Homeoffice sein: Sie können in einer Bürogemeinschaft jederzeit Ihre Kollegen um Rat bitten oder sich einfach neuen Input holen. Bei der gemeinsamen Partie Tischfußball („Kicker“) kommen Ihnen vielleicht neue Ideen. Und überhaupt sind Kollegen, die sich mit Trojanern oder defekten Druckern auskennen und einem den Lieblings-Muffin vom Bäcker mitbringen, Gold wert.

Freelancer, die im eigenen Homeoffice arbeiten, haben solche alltäglichen sozialen Kontakte nicht. Zumindest nicht direkt. Sie müssen Ihre Kollegen zunächst einmal kontaktieren („Wir könnten uns ja mal wieder treffen…“) und sich dann auf den Weg machen („Der Regionalexpress 123 nach München hat heute zehn Minuten Verspätung…“). Das gilt für jede Situation, ob Sie nun die neuesten Branchenentwicklungen besprechen, ein konkretes Gemeinschaftsprojekt planen oder einfach, um sich ein wenig auszutauschen.

All diese Gründe sprechen für ein Gemeinschaftsbüro statt für ein Homeoffice in den eigenen vier Wänden – denn irgendwie hat man ja nicht ständig Lust, sich täglich zu verabreden Das gilt zumindest für die Autorin dieser Zeilen. Falls Sie ähnlich denken, sollten Sie über ein gemeinsames Büro mit anderen Freelancern nachdenken. Im besten Fall ergänzt sich Ihr Angebot: Falls Sie Pressefotograf sind, wäre die Zusammenarbeit mit einem freien Journalisten ein gutes Angebot für den Kunden („Wir bieten Ihnen Texte und passende Fotos zu jedem Thema an“). Kurzum: Sie ergänzen sich und der Kunde profitiert davon.

Eine Bürogemeinschaft bietet zudem finanzielle Vorteile: Sie teilen sich nicht nur die Büromiete, sondern auch die Nebenkosten für Reinigung, Wartung von Computern, Reparaturkosten, Strom und sonstige Nebenkosten. Gerade in teuren Großstädten, in denen die Mietpreise einen beträchtlichen Posten der Betriebsausgaben ausmachen, ist dies sicherlich ein Argument für eine Bürogemeinschaft.

Wenn Sie als Freelancer bereits ein eigenes Homeoffice haben, jedoch Kontakte vermissen, sollten Sie über eine Teilzeit-Bürogemeinschaft nachdenken: Dort teilen Sie sich einen Schreibtisch tage- oder stundenweise. Wenn Sie beispielsweise jeden Dienstag und Donnerstag in der Bürogemeinschaft arbeiten, ist Ihr Platz am Montag, Mittwoch und Freitag von einem Kollegen besetzt. Falls Sie nur morgens oder am Nachmittag arbeiten, können Sie sich den Platz in einer Bürogemeinschaft entsprechend teilen.

Noch etwas: Geteilt werden nicht nur Teebeutel, Stromkosten, gute Ideen und Co. sondern auch – im Idealfall – der Telefondienst. Falls Sie gerade nicht im Büro sind, nimmt jemand aus Ihrer Bürogemeinschaft den Anruf entgegen. Das klingt auf alle Fälle professioneller, als wenn Sie – zwischen Kindergarten und Abendessen zubereiten – abgehetzt einen geschäftlichen Anruf entgegennehmen.

Kennen Sie noch weitere gute Gründe, die für eine Bürogemeinschaft sprechen? Wir freuen uns auf neue Anregungen!

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