Wie starte ich etwas Neues? Neun Praxistipps einer Bloggerin

Ihre Leidenschaft für Seminare teilt Denise Auerswald gerne mit ihren Lesern. Die Bloggerin, die sich selbst als „Seminar-Junkie“ bezeichnet, schreibt in ihrem Blog www.seminarchecker.de regelmäßig über dieses Thema. In unserem Gastbeitrag gibt Denise Auerswald nicht nur künftigen Bloggern Tipps, was man vor dem Start beachten sollte, sondern allen Freelancern, die sich auf unbekanntes Terrain wagen und etwas komplett Neues starten möchten.

„Alles ganz einfach!“ – diesem Satz begegnete ich sicherlich am häufigsten, als ich im Online-Business anfing. Lieder musste ich schnell feststellen, dass das nur heiße Luft war. Genauer gesagt: Ich habe einen Blog gestartet. Naja, vielleicht war ich etwas naiv und stellte mir das weniger kompliziert vor. Fakt ist: Bloggen ist mehr, als nur ein wenig Schreiben. Genauso ist das, wenn Du etwas Neues ins Leben rufst. Als Blogger ist man nämlich gleichzeitig Webseitenbauer, Online Marketing Manager, Grafik-Designer, Werbetexter und Verkäufer. Das ist nicht nur beim Bloggen so: Jedes neue Projekt ist am Anfang zunächst einmal eine Wissenschaft, zugleich jedoch auch Herausforderung und wichtiger Bestandteil deiner Selbstverwirklichung. Ich möchte dir nicht den Weg verbauen, indem ich nun sage, dass alles viel zu schwierig ist – vielmehr bin ich ein Verfechter der „Alles ganz einfach“-Theorie. Hier einige Starttipps, die du beherzigen solltest, ehe du loslegst:

#1 Vorkenntnisse

Oft hört man, dass keine Vorkenntnisse notwendig seien, um auf einem beliebigen neuen Gebiet zu starten. Dem widerspreche ich! Wenn man gar kein Vorwissen benötigt, ist es in der Regel zu einfach und jeder kann es machen – und schnell ist die große Konkurrenz da. Also: Finger weg. Ohne Vorkenntnisse zu starken, ist natürlich nicht unmöglich. Allerdings solltest du keine allzu schnellen Fortschritte oder Ergebnisse erwarten. Stell` dir also zunächst die Frage, wie gut deine Vorkenntnisse für ein neues Projekt sind: Welches Wissen benötigst du noch und wie wirst du es dir aneignen? Lohnen sich Zeitaufwand und Investitionen dafür?

#2 Recherche

Eine gründliche Recherche bildet den Grundstein deines neuen Projekts. Wie schon in #1 erwähnt: Wenn die Eintrittsbarrieren zu deinem neuen Projekt niedrig sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass du auf viele Mitbewerber triffst. Recherchiere im Vorfeld gründlich und sondiere, wie der Markt aussieht, auf den du dich begibst. Verbringe lieber etwas mehr Zeit für die Recherche, als im Nachhinein festzustellen, dass das Ganze gegen die Wand läuft.

Eine Recherche sollte folgende Aspekte berücksichtigen:

–               Ist das Thema aktuell und gefragt?

–               Wie sieht die Konkurrenzsituation aus?

–               Ist eine Nachfrage vorhanden?

–               Wer ist deine Zielgruppe?

–               Wie spezialisiert bist du in deinem Bereich?

–               Wie hoch ist der Zeitaufwand, den du investieren wirst?

–               Welche Kosten fallen an?

–               Welchen Nutzen erhoffst du dir?

–               Wie groß sind deine Erfolgsmöglichkeiten?

#3 „try and error“

Versuch und Irrtum: Diese Lern-Methode ist unverzichtbar, allerdings kannst du dabei auch schnell am langen Arm verhungern. „Try and error“ kostet dich Zeit, starke Nerven und Geduld. Oder um es mit Konfuzius‘ Worten zu sagen: „Erfahrung selbst zu machen ist der bitterste Weg des Lernens.“

Die einfachere Variante:

#4 „learning by excellence“

Das bedeutet so viel wie „von den Besten lernen“. Du suchst dir also den Experten zu deinem Themenbereich und drückst „copy and paste“. Zumindest fast. Diese Variante ist freilich mit Kosten verbunden. Allerdings sparst du dir Anfängerfehler, um damit irgendwann böse auf die Füße zu fallen. Zeitsparend ist es außerdem. Profi-Wissen findest du im Internet in Blogs, Videos, E-Books oder auf klassischem Wege in Form von Büchern, Seminaren oder persönlichen Coachings. Lass` dich von Leuten, die es drauf haben, schulen! Die meisten haben schon Fehler gemacht und können aus eigener Erfahrung berichten.

#5 Vitamin B

Kontakte sind Gold wert. Der Verkaufsexperte Mike Dierssen sagte einmal: „Wir werden nur erfolgreich durch andere Menschen.“ Unterstreiche dir diesen Satz. Diese Regel gilt für alle Branchen! Du kannst zwar optimal arbeiten und dein Bestes geben. Wenn dich aber niemand kennt, ja, wie willst du dann bekannt werden?

#6 Geduld und nie aufgeben

Ziehe deine Mission durch! Lass dich nicht von anderen entmutigen, die nicht an dich glauben. Nur du musst an dich glauben! Es wird ein Stück harte Arbeit sein, aber es wird sich lohnen. Ein Meister ist schließlich noch nie vom Himmel gefallen. Alles braucht Zeit und Übung. Zur Motivation empfehle ich dir, Biografien von erfolgreichen Menschen zu lesen. Denke daran: Die Besten stehen immer ganz oben auf dem Treppchen, da Sie niemals aufgegeben haben.

#7 Passion

Du kennst vielleicht den Spruch „Wenn du liebst was du tust, musst du nie mehr arbeiten.“ Das mag vielleicht etwas übertrieben sein, dennoch ist viel Wahres dran. Ich gehe stark davon aus, dass du dich mit einer Tätigkeit selbstständig gemacht hast, die dir Freude bereitet?! Die Schlüsselfrage lautet entsprechend: Brennst du für dein Thema? Hast du richtig Spaß bei dem was du tust? Stehst du jeden Tag motiviert auf und freust dich auf die neuen Herausforderungen deiner Tätigkeit?

#8 Kontinuierliche Weiterbildung

Sei wissenshungrig! Weiterbildung ist wie Doping für deine Persönlichkeit. Werde zum Experten auf deinem Gebiet: Sauge alles Wissen in dich auf wie ein ausgetrockneter Schwamm! Bücher und Seminare bieten dir ein gutes (Vor-)Sprungbrett gegenüber deiner Konkurrenz. Damit meine ich nicht nur Fachwissen, sondern persönliche Kompetenz. Wie gut kannst du andere Menschen überzeugen? Wie steht es um deine rhetorischen Fähigkeiten? Wie sehen deine Menschenkenntnisse aus? Viele unterschätzen das und setzen alles auf fachliche Kompetenz. Das ist übrigens ein positiver Teufelskreis. Wenn du persönlich wächst, gewinnst du an Beliebtheit und knüpft schneller neue Kontakte. Hier noch ein paar treffende Worte: „Arbeite hart in deinem Beruf und du wirst immer genug zum Leben haben. Arbeite hart an deiner Persönlichkeit und du wirst wohlhabend werden.“ Mein Tipp: Lies jede Woche ein Buch und besuche jedes Jahr fünf Seminare!

#9 Zeit und Geld

Gerade als Freelancer bist du immer am Tauziehen zwischen Zeit und Geld. Oftmals wird auch vom Tausch „Zeit gegen Geld“ gesprochen. In dein neues Projekt wird du am Anfang immer viel Zeit investieren und wenig ernten. Es dauert, bis die großen Früchte reifen. Mein Tipp: Lass dich nicht nach Zeit bezahlen, sondern nach Ergebnissen! Deine Lebenszeit ist begrenzt. Nutze sie daher sinnvoll!

Autor

Ich, Denise Auerswald, bin Bloggerin und Seminar-Junky. Ich besuche so viele Seminare, weil es mir Spaß macht und mich weiterbringt. Warum sollte ich meine Erfahrungen horten wie ein Hamster? Auf meinem Blog möchte ich gern meine Erkenntnisse teilen, Impulse geben und möglichst viele tolle Seminare empfehlen. Ich freue mich dich schon bald auf einem Seminar persönlich zu treffen.

 

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