Firmenversicherung: Sicherheit für Selbständige

Im Rahmen einer Unternehmensgründung warten viele Herausforderungen auf Selbständige. Speziell die Start-Up-Phase ist in der Regel eine Zeit, in der vor allem Geduld, Ausdauer und die Fähigkeit gefragt ist, mit Rückschlägen fertig zu werden. Viele Selbständige, die planen, ihr eigener Chef zu werden, sind in den ersten Monaten sicher überrascht, wieviel ihnen abverlangt wird.

Neben der Erstellung des Businessplans, dem Aufbau eines Netzes von Geschäftspartnern, dem Gewinnen neuer Kunden und der Entwicklung geeigneter Vertriebs- und Marketingstrategien muss sich jeder Existenzgründer auch um die alltäglichen Dinge der Personalführung und Buchhaltung kümmern. Was dabei oft auf der Strecke bleibt, ist die Absicherung von Risiken – sowohl im privaten wie auch dem gewerblichen Rahmen.

Versicherungen: Investieren in die Zukunft

Viele Versicherungsexperten und Unternehmensberater unterstreichen immer wieder die Bedeutung von Versicherungen für Selbständige. Dabei ist es nicht nur wichtig, das Unternehmen „weich“ zu betten. Auch die persönliche Absicherung spielt eine erhebliche Rolle – insbesondere für Einzelunternehmer.

Was sind aber die wichtigsten Versicherungsbereiche und wo lohnt es sich, genauer hinzusehen? Im Bereich der Vorsorge für den Selbständigen haben sich drei Bereiche als besonders wichtig herauskristallisiert: die Kranken- und Berufsunfähigkeists-Versicherung sowie die Altersvorsorge. Obwohl im Rahmen der Krankenversicherung inzwischen eine allgemeine Versicherungspflicht gilt, lohnt hier die nötige Aufmerksamkeit. Gerade, was Krankentagegeld und umfassende Leistungen betrifft, können sich die Versicherer erheblich unterscheiden.

Beim Thema Altersvorsorge und Berufsunfähigkseits-Versicherung ist jeder Unternehmer der eigene Chef. Viele Existenzgründer und Selbständige stellen beide Bereiche daher hinten an, sollten aber gerade gegen die Berufsunfähigkeit zeitig vorsorgen.

Gewerbliche Risiken im Alltag

Der wohl offensichtlichste Bereich, in dem sich jeder Selbständige engagieren muss, betrifft die Gewerbeversicherungen. Hier gilt es, eine breite Palette unterschiedlicher Policen zu berücksichtigen. Wo liegen die größten Gefahrenquellen? Experten verweisen bei dieser Frage immer auf die gesetzlich vorgeschriebene Haftung für Unternehmen. Ähnlich der Haftpflicht im privaten Rahmen können Start-Ups und Unternehmen in Deutschland für Schäden herangezogen werden. Dies schließt neben dem Personen- und Sachschaden auch den Vermögensschaden ein.

Beispiel: Ein Baubetrieb renoviert das Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Bei den Arbeiten kommt es zum Funkenflug und Brand. Der Schaden von mehreren hunderttausend Euro geht zu Lasten des Handwerksbetriebes. Kommt keine Gewerbeversicherung dafür auf, droht das finanzielle Aus.

Um Schäden wie in der beschriebenen Situation aufzufangen, wird daher zum Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung geraten. Letztere deckt Personen- sowie Sachschäden und schützt auch die Mitarbeiter des versicherten Unternehmens. Die Betriebshaftpflicht hat aber noch eine andere Aufgabe – die passive Rechtsschutzfunktion durch die Prüfung und Abweisung unberechtigter Forderungen. Berufe und Branchen, in denen der Personen- oder Sachschaden eher selten ist, lassen sich mit einer Berufshaftpflichtversicherung (speziell auf die Risiken der Berufe ausgelegt) absichern. Dazu gehören unter anderem Architekten, Personal-Trainer, Wirtschaftsprüfer und -berater und andere Berufsgruppen. In einigen Bereichen besteht sogar die Pflicht zum Abschluss einer solchen Versicherung.

Neben dem Ausschluss von Haftungsrisiken im Rahmen von Berufs- und Betriebshaftpflicht müssen Selbständige – je nach Unternehmensgröße und Branche – natürlich an weitere Gewerbeversicherungen denken. Dazu zählen unter anderem Produkthaftpflichtversicherung, Feuer- und Inhaltsversicherung sowie Transportversicherungen und – bei Vorhandensein einer Fahrzeugflotte – natürlich entsprechende Flottenlösungen im Bereich der Kfz-Versicherung.

Tipp: Die Prämien für die Firmenversicherungen sind Betriebsausgaben, mindern daher das Betriebsergebnis – ein wichtiger Punkt für alle Einzelunternehmer und Gesellschaften.

Wir bedanken uns für diesen Gastbeitrag bei Josephine Mühle, www.finanzen.de

 

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